01.06.2018 | ca. 4 min. Lesezeit | Artikel drucken

Sparer unterliegen der Macht der Gewohnheit

Studien zufolge wissen Sparer ganz genau, dass sie nicht das Beste aus dem eigenen Vermögen machen. Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier und nur die wenigsten wollen ihr Verhalten ändern. Dabei gibt es einen Ausweg aus dem Zinstief – ohne grundlegende Veränderungen.

Nicht alle leiden unter der Abschaffung der Zinsen. Der größte Profiteur vom anhaltenden Niedrigzinsumfeld ist der Staat. Seit der Finanzkrise hat der Bund Medienberichten zufolge 162 Milliarden Euro an Zinsausgaben gespart, weil die Kosten für Schulden viel niedriger ausgefallen sind, als erwartet. Die Steuereinnahmen sprudeln und die Bundesregierung wirbt seit Jahren mit einem ausgeglichenen Haushalt.

Ebenso eifrig wie die Regierung sparen auch die Bundesbürger. Doch wer sein Geld in kurzfristigen Anlagen wie dem Girokonto, Sparbuch oder Tagesgeld parkt, wird dafür bestraft. Der Leitzins der EZB liegt bei nahe Null. Im Vorjahr gab es nach Zahlen der Bundesbank nur 0,17 % Zins pro Jahr auf das Sparbuch. An den durchschnittlichen Tagesgeld- bzw. Sparbuchzinsen hat sich indes nichts geändert und die Zinssätze bleiben zwischen 0,00 % bis maximal 0,20 % p.a.. Die Zinsen für täglich verfügbare Einlagen liegen maximal sogar nur bei 0,05 % p.a. Sparbuch und Tagesgeldkonto sind für den langfristigen Kapitalaufbau also völlig ungeeignet. Vergleichsweise sah dies vor 10 Jahren noch ganz anders aus, als Banken auf Sparbücher noch bis zu 2,00 % p.a. Zinsen zahlten.

Diese Niedrigzinsphase wird sich auch auf absehbare Zeit nur wenig verändern. Fast zwei Drittel der Deutschen (64 %) sind davon überzeugt, dass die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben. Am Sparverhalten ändert das allerdings wenig. Nur knapp die Hälfte der Befragten würde auch bei steigenden Zinsen ihre Geldanlage nicht anpassen, ergibt eine Studie mit dem Titel „Aktienkultur in Deutschland“.

Sparer unzufrieden – doch es gibt einen Ausweg

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld scheint sich der Studie zufolge langsam auf die Zufriedenheit der Deutschen mit ihren Geldanlagen auszuwirken. Nichtsdestotrotz stieg unter den 25- bis 34-Jährigen der Anteil der Geldanlagen im Vorjahresvergleich von 19 % auf 33 %. Die Altersgruppe der „Digital Natives“ ist nicht nur mit dem Internet und Informationsangeboten groß geworden, sondern auch mit neuen Produkten wie den simplen und kosteneffizienten Indexfonds und ETFs, die es hierzulande erst seit 2000 gibt. Die Jugend holt also auf und scheint das Thema pragmatischer und mit mehr Vorwissen anzupacken.

Auf den Staat als größten Profiteur der niedrigen Zinsen sollte man sich nicht verlassen, wenn es um Sparalternativen geht. Ein plötzlicher Anstieg der Zinsen ist ebenfalls so gut wie ausgeschlossen. Für Sparer bleibt also nichts anderes übrig, als sich selbst auf die Suche nach Zinsalternativen zu machen. Und die gibt es. Denn der Zinsmarkt in Europa ist keinesfalls homogen. Die Zinsen für Tages- und Festgeld weichen von Land zu Land voneinander ab. Es gibt immer Banken, die mit überdurchschnittlichen Zinsen auf Kundenjagd gehen. Zinsportale wie WeltSparen machen diese Angebote mit nur einer Anmeldung verfügbar.

Für einjähriges Festgeld zahlt die Português de Gestão (kurz BPG) aktuell einen Zinssatz von 1,06 % p.a. Auch die Banca Finint aus Italien bietet einen attraktiven Zins von 1,01 % p.a. an. Die Spareinlagen der für Tages- und Festgeld im europäischen Ausland sind dank der europaweit harmonisierten Einlagensicherung bis zu einem Wert von 100.000 EUR abgesichert.

Bislang überwiegt die Macht der Gewohnheit: Noch immer nutzen 88 % laut Studie kurzfristige Anlagen wie Girokonto, Sparbücher und Tagesgeld. Mittelfristige Anlagen wie Bausparverträge, Festgeld oder Anleihen besitzen 60 Prozent der Deutschen. Daran muss sich gar nicht so viel ändern. Mit einer kostenlosen Anmeldung auf WeltSparen können Sparer attraktive Zinsangebote außerhalb der Landesgrenzen vergleichen. So holen sie das Beste aus ihren Spareinlagen heraus, ohne ihr Gewohnheiten grundlegend ändern zu müssen.

 

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