01.06.2018 | ca. 3 min. Lesezeit | Artikel drucken

Sparer unterliegen der Macht der Gewohnheit

Studien zufolge wissen Sparer ganz genau, dass sie nicht das Beste aus dem eigenen Vermögen machen. Der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier und nur die wenigsten wollen ihr Verhalten ändern. Dabei gibt es einen Ausweg aus dem Zinstief – ohne grundlegende Veränderungen.

Nicht alle leiden unter der Abschaffung der Zinsen. Der größte Profiteur vom anhaltenden Niedrigzinsumfeld ist der Staat. Seit der Finanzkrise hat der Bund Medienberichten zufolge 162 Milliarden EUR an Zinsausgaben gespart, weil die Kosten für Schulden viel niedriger ausgefallen sind, als erwartet. Die Steuereinnahmen sprudeln und die Bundesregierung wirbt seit Jahren mit einem ausgeglichenen Haushalt.

Ebenso eifrig wie die Regierung sparen auch die Bundesbürger. Doch wer sein Geld in kurzfristigen Anlagen wie dem Girokonto, Sparbuch oder Tagesgeld parkt, wird dafür bestraft. Der Leitzins der EZB liegt bei nahe Null. Auf dem Sparbuch gibt Zahlen der Bundesbank zufolge nur 0,17 % p.a. Die Zinsen für täglich verfügbare Einlagen liegen sogar nur bei 0,03 % p.a..

An diesem Zustand wird sich auch auf absehbare Zeit wenig ändern. Fast zwei Drittel der Deutschen (64 %) sind davon überzeugt, dass die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben. Am Sparverhalten ändert das allerdings wenig. Nur knapp die Hälfte der Befragten würde auch bei steigenden Zinsen ihre Geldanlage nicht anpassen, ergibt eine Studie mit dem Titel „Aktienkultur in Deutschland“.

Sparer unzufrieden – doch es gibt einen Ausweg

Das anhaltende Niedrigzinsumfeld scheint sich der Studie zufolge langsam auf die Zufriedenheit der Deutschen mit ihren Geldanlagen auszuwirken: 46 Prozent meinen, nicht das Beste aus ihrem Vermögen zu machen – sechs Prozentpunkte mehr als noch 2014. Vor allem die jüngeren Bundesbürger sehen noch Potenzial bei ihrer Geldanlage: Von den 25- bis 34-Jährigen gehen 61 Prozent davon aus, mehr aus ihrem Vermögen machen zu können.

Auf den Staat als größten Profiteur der niedrigen Zinsen sollte man sich nicht verlassen, wenn es um Sparalternativen geht. Ein plötzlicher Anstieg der Zinsen ist ebenfalls so gut wie ausgeschlossen. Für Sparer bleibt also nichts anderes übrig, als sich selbst auf die Suche nach Zinsalternativen zu machen. Und die gibt es. Denn der Zinsmarkt in Europa ist keinesfalls homogen. Die Zinsen für Tages- und Festgeld weichen von Land zu Land voneinander ab. Es gibt immer Banken, die mit überdurchschnittlichen Zinsen auf Kundenjagd gehen. Zinsportale wie WeltSparen machen diese Angebote mit nur einer Anmeldung verfügbar.

Für einjähriges Festgeld gibt es bei der BlueOrange Bank aus Lettland z.B. noch 1,05 %* p.a., ebenso wie bei der First Investment Bank (FiBank) aus Bulgarien. Die Spareinlagen der für Tages- und Festgeld im europäischen Ausland sind dank der europaweit harmonisierten Einlagensicherung bis zu einem Wert von 100.000 EUR abgesichert.

Bislang überwiegt die Macht der Gewohnheit: Noch immer nutzen 88 % laut Studie kurzfristige Anlagen wie Girokonto, Sparbücher und Tagesgeld. Mittelfristige Anlagen wie Bausparverträge, Festgeld oder Anleihen besitzen 60 Prozent der Deutschen. Daran muss sich gar nicht so viel ändern. Mit einer kostenlosen Anmeldung auf WeltSparen können Sparer attraktive Zinsangebote außerhalb der Landesgrenzen vergleichen. So holen sie das Beste aus ihren Spareinlagen heraus, ohne ihr Gewohnheiten grundlegend ändern zu müssen.

 

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*Zinsen, Stand: 01.06.2018