14.10.2019 | ca. 4 min. Lesezeit | Artikel drucken

Länderportrait:
Zinssparen in Lettland

WeltSparen listet mit der BlueOrange Bank und der Baltic International Bank zwei Banken mit attraktiven Zinsangeboten aus dem aufstrebenden Industrieland Lettland. Grund genug, sich mit den lettischen Banken und dem Land aus dem Baltikum auseinanderzusetzen.

Mit 0,90 % Zinsen p.a. für einjähriges Festgeld hat die BlueOrange Bank aus Lettland eines der attraktivsten Zinsangebote in Europa. Für Investitionen in US-Dollar zahlt die Bank ihren Kunden sogar bis zu 3,05 % p.a. für den gleichen Zeitraum. Die Kooperation mit WeltSparen währt bereits seit Oktober 2017, davor hatte die BlueOrange Bank ihre Dienstleistungen überwiegend vermögenden Kunden und Unternehmen in Lettland angeboten.

Kurzportrait der BlueOrange Bank

Die ehemalige Baltikums Bank AS mit Sitz in der lettischen Hauptstadt Riga wurde 2001 gegründet und schafft sich seit 18 Jahren einen Ruf als zuverlässiger Partner und finanziell stabile Organisation. Ende 2017 änderte die Bank ihren Namen zu BlueOrange und zählt mittlerweile zur neuntgrößten Bank Lettlands. BlueOrange repräsentiert heute modernste Technologien, Innovationsfähigkeit sowie weltweite Verfügbarkeit ihrer Dienstleistungen, und richtet sich damit den vielfältigen Bedürfnissen und Erwartungen ihrer Kunden aus.

Laut Geschäftsbericht aus 2018 weist die BlueOrange eine Liquiditätsquote von 101,1 % auf und schloss das Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 7,4 Millionen Euro ab. Neben dem Einlagengeschäft gehören auch die Kreditvergabe an Privatpersonen und Geschäftskunden sowie alle anderen gängigen Bankprodukte dazu.

Die Baltic International Bank

Die zweite lettische Partnerbank auf WeltSparen heißt Baltic International Bank (BIB) und gehört zu den erfahrensten Banken Lettlands im Bereich hochwertiger Finanzprodukte. Die BIB wurde 1993 gegründet und weist eine bemerkenswerte Entwicklung auf: Heute ist sie das fünftgrößte lettische Kreditinstitut. Gemäß ihrem Geschäftsbericht 2018 übertraf sie die gesetzlichen Vorgaben mit einer Liquiditätsquote von 76.35 %. Wie die BlueOrange Bank positioniert sich die BIB als zuverlässige und stabile Organisation auf dem Markt. Ihr Leistungsangebot erstreckt sich über alle gängigen Bankdienstleistungen im Privatkundenbereich sowie verschiedene Dienstleistungen im Investmentbanking.

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Überblick über die Wirtschaft Lettlands

Lettland ist eine unabhängige parlamentarische Demokratie und seit 2004 Mitglied der Europäischen Union (EU). 2014 trat Lettland der Eurozone unter Einhaltung der Maastricht-Kriterien (auch: EU-Konvergenzkriterien) bei und führte erfolgreich den Euro als Landeswährung ein. Lettlands Wirtschaft befindet sich seit Jahren auf klarem Wachstumskurs und zeigte sich wirtschaftlich auch im letzten Jahr äußerst stabil – dieses wurde mit 4,6 % gar auf den sechsten Platz der EU gehoben. Ökonomen vermuten, dass der starke Privatkonsum und hohe Bruttoanlageinvestitionen das Land dieses Jahr noch weiter vorantreiben als die Nachbarstaaten Estland und Litauen. Die Staatsverschuldung ist mit 40,2 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im europäischen Vergleich die siebtkleinste (Stand 2018).

Lettland liegt auf Platz 78 aller Exportländer der Welt. 2018 machten Holz und Holzwaren den größten Anteil der Exportgüter aus. Dies überrascht kaum, denn die Hälfte der Landesfläche ist von Wäldern bedeckt. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftssektor ist die Landwirtschaft. Im Jahr 2018 trug sie rund 3,3 % zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Auch die Chemieindustrie und Logistik sind wichtige Branchen in dem baltischen Land, das aktuell rund 2 Millionen Einwohner zählt. Die geografische Lage Lettlands verbindet Europa mit dem Osten. Dank der guten Infrastruktur können Waren so innerhalb von 48 Stunden an 25 Millionen Menschen in der Ostseeregion verschickt werden. Die Eisenbahnstrecke zwischen Riga und China liefert Waren einen Monat schneller als der schnellste Seeweg.

Regierung bekämpft aktiv Geldwäsche

Die Regierung in Lettland reguliert mit einem neuen Gesetz den Bankensektor und geht damit aktiv gegen Geldwäsche vor. Seit Anfang 2018 dürfen Banken in Lettland nicht mehr für ausländische Briefkastenfirmen ohne nachweisliche Geschäftstätigkeit und Repräsentanz ein Konto führen. Außerdem will die Assoziation lettischer Geschäftsbanken (LKA) das Offshore-Geschäft auf 5 % des gesamten Bankgeschäftes begrenzen.

Rund 40 Prozent der Einlagen bei lettischen Banken stammen aus dem Ausland. Die Spareinlagen der Bankkunden sind über den lettischen Einlagensicherungsfonds bis zu einem Gegenwert von 100.000 Euro pro Kunde garantiert.

 

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