21.01.2020 | ca. 8 min. Lesezeit | Artikel drucken

Junge Sparer, alte Sparer:
Unsere Spar-Tipps für jede Lebensphase

Seine Finanzen zu überblicken und mit klugen Entscheidungen optimale Ergebnisse beim Sparen erreichen – das will wohl jeder. Dass viele ganzjährig zumindest ein Auge auf ihr Geld haben, bestätigt jüngst eine von WeltSparen in Auftrag gegebene Umfrage. Über 60 % der Befragten machen sich demnach das ganze Jahr Gedanken über ihre Finanzen. Soweit so gut. Was überrascht: Während besonders jüngere Menschen planen (19,2 %), mehr zu sparen, steht das bei älteren Befragten nicht so hoch im Kurs (5,3 %). Ist sparen nur für Jüngere? Nein –und wir erklären, worauf Sie wann achten sollten.

 

Deutschland: Die Nation der Sparer?

Zwar gilt Deutschland traditionell als „Nation der Sparer“. Jedoch ist die Anzahl der Sparer aufgrund der niedrigen Zinsen seit Jahren rückläufig. Das Bedürfnis zu sparen bleibt hingegen weiterhin groß. Dies geht aus einer durch WeltSparen durchgeführten Umfrage vom November hervor. Von allen Befragten meinten 45 %, nicht genügend zu sparen.

Besonders interessant wird es, wirft man einen Blick auf die Sparvorhaben nach Altersgruppen. Hier gibt es einen klaren Unterschied zwischen Jung und Alt. Viele Jüngere bis 29 Jahren wollen mehr sparen. In der Altersgruppe ab 65 Jahren ist Sparen kein wichtiges Thema. Das überrascht, stellt doch der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) zum Weltspartag 2019 fest, dass vor allem Bürger mit höherem Einkommen mehr sparen können.

 

Vermögensverteilung in Deutschland

Das gerade Ältere mehr sparen könnten, zeigt die durchschnittliche Vermögensverteilung in Deutschland. Aus einer bis 2017 über sieben Jahre durchgeführten Studie durch die Deutsche Bundesbank geht hervor, dass jüngere Menschen bis 24 Jahren im Schnitt über ein Finanzvermögen von brutto 10.100 EUR verfügen. Erst im Laufe des Lebens steigt dieser Wert signifikant an. Im 60. Lebensjahr liegt das Finanzvermögen dann im Mittel bei etwas mehr als 70.000 EUR. Ausreichend Mittel also, um besonders in späteren Lebensphasen effektiv zu sparen. Doch unabhängig vom Alter gibt es in jeder Lebensphase geeignete Finanzinstrumente.

 

In der Jugend das Alter vorbereiten

In jungen Jahren kann es schwer sein,  finanzielle Fragen für das Alter zu klären. Zu weit weg erscheint diese Lebensphase. Doch wer in jungen Jahren etwas tut, kann im Alter die Früchte ernten. Bevor man mit dem Sparen beginnt, müssen die finanziellen Verhältnisse geklärt werden.

 

Der erste Schritt heißt dabei Schulden abbauen. Ist etwa der Dispokredit ausgereizt, kann ein privates Darlehen von Freunden oder Bekannten helfen, teure Dispozinsen einzusparen. Außerdem sollten alle laufenden Kosten kritisch geprüft und reduziert werden. Die Aufstellung eines Finanzplans kann hierbei helfen, diszipliniert zu bleiben. Außerdem wird so schnell ersichtlich, wie viel Geld eigentlich zum Sparen übrigbleibt.

Geld, dass zum Sparen frei geworden ist, kann nun entweder in Tagesgeldkonten oder Festgelder gelegt werden. Junge Frau hat ihre Arme auf dem Tisch verschränkt und ihr Kinn darauf gelegt. Sie schaut auf einen Computer.Während finanzielle Mittel in Festgeldern mittel- bis langfristig gebunden sind, hat das Tagesgeld einen Vorteil: Die Einlagen sind in wenigen Bankarbeitstagen verfügbar. Diese Liquidität sorgt für ausreichend Flexibilität für unvorhergesehene Zahlungen. Der Vermögensaufbau mit Tages- und Festgeld ist aufgrund niedriger Zinsen schwierig. Daher kann es hilfreich sein, dem Spar-Portfolio renditestärkere Wertpapier-Komponenten hinzuzufügen.

 

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Wertpapiere zunehmend beliebter

Das haben viele Deutsche bereits erkannt. So verzeichnet der BVR in seiner Umfrage einen steigende Nachfrage nach Wertpapieren. Ganze 63,9 Milliarden stecken mittlerweile in dieser Anlageform. Das entspricht einen Zuwachs von 27 Milliarden EUR seit 2016. Blickt man auf die Gewinnaussichten von Aktien, macht das durchaus Sinn. In den letzten 100 Jahren lag die Rendite von Aktien im Schnitt bei 7 % – pro Jahr! Mit WeltInvest bietet Ihnen WeltSparen vorgefertigte ETF-Portfolios an, um ganz einfach in die internationalen Aktienmärkte zu investieren. Besonders WeltInvest 100 konnte bisher überzeugen: Allein im Jahr 2019 konnte das Portfolio 28 % an Wertgewinn verzeichnen. Es verwundert daher nicht, dass der BVR Bundesbürgern gerade mit höheren Einkommen empfiehlt, verstärkt in Wertpapiere zu investieren. Aber auch mit kleinen monatlichen Beträgen können besonders junge Anleger an den internationalen Finanzmärkten sparen, z.B. mit einem ETF-Sparplan.

 

ETF-Sparplan: mit kleinen Schritten zum Ziel

Der Vorteil für junge Menschen mit weniger großen Vermögen: Sie nutzen WeltInvest mit einem Sparplan schon ab 50 EUR im Monat. Durch die kontinuierlichen Einzahlungen profitieren sie vom Durchschnittskosten-Effekt (Cost-Average-Effect). In Zeiten fallender Kurse werden so Fondsanteile günstiger gekauft. Steigen die Kurse, werden einfach weniger Anteile gekauft. Mit einem Fonds-Sparplan ist der Einstiegszeitpunkt also unerheblich, weil sich die Preise mit jeder monatlichen Einzahlung dem durchschnittlichen Preis nähren.

Im Gegensatz zum Tages- oder Festgeld gibt es an den Aktienmärkten keine garantierte Rendite. Aktienkurse können erheblich sinken. Doch gerade für junge Menschen ist da kein Problem. Denn wer langfristig investiert, kann solche Marktkorrekturen wie zuletzt im Oktober 2018 in der Regel einfach aussitzen. Wichtig ist jedoch, dass nur Geld investiert wird, auf das man mindestens 5 Jahre verzichten kann. Nur mit diesem langfristigen Anlagehorizont sind Investitionen in ETFs wirklich sinnvoll. Ein weiterer Vorteil: Anbieter wie WeltSparen sorgen dafür, dass das Portfolio stets im Gleichgewicht bleibt. Bei diesem sogenannten Rebalancing werden einmal im Jahr Fonds-Anteile verkauft, die gut gelaufen sind, um die ursprüngliche Gewichtung des Portfolios wieder herzustellen. Regelmäßige Ausschüttungen werden in das Portfolio reinvestiert und Sparer profitieren vom Zinseszins-Effekt.

Mit fortschreitendem Alter weiter vorsorgen

Spätestens wenn das 30. Lebensjahr überschritten ist, sollte man das eigene Portfolio überprüfen. Also Gelder, die irgendwo liegen und nicht bestmöglich für einen arbeiten. Gibt es noch ein altes Sparbuch, das vor 20 Jahren eröffnet wurde? Egal wie viel Geld dort liegt, empfiehlt sich aufgrund minimalster Zinsen für Sparbücher eine Kündigung. Die durchschnittlichen Sparbuch-Zinsen betragen einer Studie zufolge aktuell gerade noch 0,09 %. Und besser verzinste Alternativen gibt es zur Genüge. Wie in der Jugend gilt hier, eine gewisse Geldsumme liquide zu halten, falls man kurzfristig knapp bei Kasse ist. Etwa mit einem kostenlosen WeltSpar-Konto mit attraktiven Tagesgeldzinsen aus ganz Europa.

 

Rürup und Riester mit staatlicher Förderung

Spätestens jetzt sollte auch an die private Altersvorsorge gedacht werden, um den Ruhestand ohne Geldsorgen zu genießen. Die Riester-Rente ist für jeden geeignet und durch staatliche Zulagen besonders attraktiv: Mann sitzt vor Computer und kontrolliert dabei Rechnungen.Bis zu 175 € Grundzulage und noch mal 300 € Kinderzulage pro Kind können Sparer erhalten. Oben drauf kommen jährliche Steuervorteile. Auch beim Riestern fließen die Beiträge in den Aktienmarkt. Der unschlagbare Vorteil ist jedoch, dass die Auszahlungen bei Renteneintritt garantiert sind. Zudem können die Sparbeiträge jederzeit angepasst und sogar pausiert werden.

Rürup-Renten werden auch vom Staat steuerlich unterstützt. Davon profitieren Sparer bereits während sie einzahlen. Dafür werden die Beiträge als Vorsorgeaufwendungen in der jährlichen Steuererklärung geltend gemacht. Das sind 2020 bis zu 25.046 EUR. Aktuell werden 90 Prozent der Beitragszahlung steuerlich anerkannt. Bis 2025 werden Rürup-Beiträge zu 100 % absetzbar sein. Mit Rürup bleiben Sparer flexibel und können monatliche, jährliche und Sonderzahlungen leisten. Zudem sind Rürup-Renten vor Pfändung und Insolvenz geschützt.

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Geldanlage im Alter: Zu spät gibt es nicht

Auch im Alter können noch viele Maßnahmen getroffen werden, um die eigenen Finanzen zu festigen. Bei finanziellen Überlegungen im Alter über 60 Jahren sollten verschiedene Fragen leitend sein. Etwa „Wie viel Geld brauche ich, um mich selbst zu versorgen?“ oder „Welches Vermögen möchte ich an die nächste Generation übertragen?.“ Beachten Sie außerdem, dass ab dem 60. Lebensjahr der Bedarf an liquiden Mitteln steigen kann, etwa durch Gesundheits- oder Pflegekosten.

Ältere Mann sitzt mit Unterlagen in der Hand vor einem Computer. Hinter Ihm steht eine ältere Frau und legt die Hand auf seine Schulter. Beide schauen auf den Computer.

Doch für Spar- und Geldanlagen im Alter gilt generell: Zu spät gibt es nicht. Die Lebenserwartung der Deutschen liegt heute bei knapp über 80 Jahren – Tendenz steigend. Das bedeutet, dass nach Renteneintritt sogar noch langfristige Anlagen sinnvoll sein können. Finanzielle Mittel, die unter 5 Jahren angelegt werden sollen, fließen nach wie vor in Tages- oder Festgelder. Gelder für einen Anlagehorizont über 5 Jahre sollten aufgrund der niedrigen Zinsen eher in renditestarke Anlageklassen wie Aktien investiert werden. Ein Motivationsfaktor im Alter kann auch die finanzielle Unterstützung von Kindern und Enkeln durch Erbschaft oder Schenkung sein. In diesem Fall ist auch ein ETF-Sparplan geeignet. So kann Vermögen mit einer langfristigen Wachstumsperspektive für die nächste Generation angelegt werden.

 

Sparen lohnt sich in jedem Alter

Eine intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Finanzen lohnt sich demnach im jungen wie auch noch im hohen Alter. Fangen Sie am besten jetzt damit an.

 

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