Was sind CFDs?

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CFDs – aus dem Englischen Contracts for Difference bzw. Differenzkontrakte bieten europäischen Anlegern die Möglichkeit, von Preisbewegungen zu profitieren, ohne beispielsweise eine Aktie zu besitzen. Es handelt sich um ein relativ einfaches Wertpapier, das durch die Differenz des Basiswertes zwischen Markteintritt und -austritt berechnet wird. Dabei wird nur die Preisänderung berechnet, ohne den Wert des Basiswertes zu berücksichtigen. Ein solcher Basiswert kann eine Aktie (oder ein Index), ein Rohstoff, eine Währung, eine Anleihe oder eine Kryptowährung sein.

Wie funktioniert CFD-Trading?

Der CFD-Handel kommt über einen Vertrag zwischen Kunde und Broker zustande. Der Handel mit CFDs bietet Vorteile, die die Popularität der Instrumente in den letzten Jahren erhöht haben. Diese Form von Hebelhandel birgt aber auch erhebliche Risiken: Genauso schnell wie potenziell hohe Gewinne erzielt werden können, können Anleger potenziell hohe Verluste erleiden.

Beim Handel mit CFDs (CFD-Trading) kaufen oder verkaufen Anleger nicht einen Basiswert direkt, sondern kaufen oder verkaufen eine Anzahl von Einheiten für ein bestimmtes Finanzinstrument – sie schätzen, ob der Wert eher steigen oder fallen wird und richten ihre Entscheidung danach. Die Spekulation auf steigende Kurse wird als Long-Position, auf fallende Kurse als Short-Position bezeichnet. Wenn der Anleger die Entwicklung richtig erahnt und auf die richtige Position spekuliert, erwirtschaftet er Gewinn. Wenn falsch, verliert der Anleger an Kapital.

Was ist der Unterschied zwischen
Aktien und CFDs?

Der Hauptunterschied zwischen CFDs und Aktien besteht darin, dass Anleger beim Handel mit einem CFD auf einen Marktpreis spekulieren, ohne das Eigentum an dem zugrundeliegenden Basiswert zu übernehmen. Bei Aktien aber müssen Anleger das Eigentum an den zugrundeliegenden Aktien übernehmen. Für den Kauf von Aktien eines Unternehmens wird also der volle Wert der Aktien, sprich, der aktuelle Marktpreis im Direkthandel oder an einer Wertpapierbörse, bezahlt. Sofern ein Broker dazugeholt wird, kommen noch Provisionskosten dazu. CFDs werden hingegen außerbörslich erworben und können mit geringem Kapitaleinsatz über einen sogenannten CFD-Broker erworben werden. Der Anleger bezahlt im Vergleich zu Aktien lediglich eine kleine Sicherheitsleistung (Margin), die etwaige Verlustgeschäfte abdeckt. Diese Margin kann entweder aus Buchgeld oder Wertpapieren bestehen.

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Ein Beispiel: 

Wenn eine Aktie einen Marktpreis von 25,26 EUR hat und der Broker 100 Aktien kauft, betragen die Kosten der Transaktion 2.526 EUR plus Kommission und Gebühren. Für diesen Handel sind bei einem traditionellen Broker auf einem 50%-Margin-Konto mindestens 1,263 EUR erforderlich, während ein CFD-Broker beispielsweise nur eine Margin von 5% oder 126,30 EUR verlangt.

Was ist unter der Hebelwirkung zu verstehen?

Die Hebelwirkung, auch Leverage-Effekt genannt, ist eines der wichtigsten Hauptmerkmale des CFD-Tradings. Sie beschreibt die Möglichkeit auch mit niedrigem Anfangskapital große Mengen an Aktien, Indizes oder Devisen zu handeln, da der Anbieter bzw. Broker für die Differenz aufkommt. Dies macht das Differenzgeschäft insbesondere für Trader mit einem kleinen Konto attraktiv.

Was versteht man unter der
CFD Nachschusspflicht ?

Falls die beim Broker hinterlegte Margin nicht ausreicht, muss der Trader einer Nachschusspflicht folgen, dem sogenannten Margin Call. Das heißt: Wenn eine entsprechende Position einen Kurs erreicht, bei dem die Margin nicht mehr zur Deckung ausreicht, muss der Broker den Trader mittels des Margin Calls auffordern, unmittelbar Kapital nachzuschießen. Falls dieser Nachschusspflicht nicht nachgekommen wird, wird die Position automatisch geschlossen.

Die wichtigsten Erkenntnisse zu CFDs

  • Ein Differenzkontrakt (CFD) ist eine Vereinbarung zwischen einem Anleger und einem CFD-Broker, die Differenz im Wert eines Finanzprodukts zwischen dem Zeitpunkt der Vertragseröffnung und dem Zeitpunkt der Vertragsschließung auszutauschen.
  • Ein CFD-Investor besitzt niemals den zugrundeliegenden Basiswert, sondern erhält stattdessen Einnahmen auf der Grundlage der Preisänderung dieses Vermögenswertes.
  • Zu den Vorteilen von CFDs gehören der Zugang zu geringeren Kosten als beim direkten Kauf des Basiswerts, die einfache Ausführung und die Möglichkeit, Long– oder Short-Positionen einzugehen.
  • Ein Nachteil von CFDs ist die sofortige Verringerung der Anfangsposition des Anlegers, die beim Einstieg in den CFD um die Größe des Spreads reduziert wird.
  • Weitere Risiken von CFDs sind eine schwache Regulierung der Branche, ein potenzieller Mangel an Liquidität und die Notwendigkeit, eine angemessene Marge aufrechtzuerhalten.

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Stand: 15. Mai 2020